Häufig gestellte Fragen

Kaminöfen

Ob dein Kaminofen der aktuellen BImSchV entspricht kannst du unter folgendem Download erfahren:

Zulassungen für ältere und aktuelle ORANIER Kaminöfen

Deinen Kaminofen kannst du auch über die hki-online Datenbank überpüfen:

Zur hki-onine Datenbank

ORANIER Kaminofen überprüfen

Dein Kaminofen ist nicht in der Datenbank hki-online aufgeführt?

Dieses Gerät darf in Deutschland nach dem 31.12.2014 leider nicht mehr betrieben werden.

Die Spezialfarbe des Kaminofens wird erst bei der ersten Inbetriebnahme des Gerätes ausgehärtet.

Dabei wird die Farbe zunächst plastisch weich, bis sie nach dem Abkühlen des Gerätes ihre Endfestigkeit erreicht hat.

Bitte beachte daher folgendes:

  • Vergewissere dich vor der ersten Inbetriebnahme, dass sich keine Gegenstände (Handschuh, Kleinteile, Verpackungsmaterial) mehr im Aschekasten oder in den Abgaswegen des Kaminofens befinden
  • Während des Einbrennens des Speziallacks solltest du die Farbflächen nicht berühren. Insbesondere beim ersten Nachlegen mit Brennstoffen ist darauf zu achten, dass es mit dem Ofenhandschuh zu keinem Abrieb unterhalb des Feuerraumtürgriffs kommt.
  • Lehne die die Feuerraumtür beim ersten Anheizen nur an. Durch das Erweichen und spätere Aushärten des Lackes kann es zum Verkleben der Türdichtung am Ofenkorpus kommen.
  • Während der ersten Heizvorgänge kann es durch Nachtrocknung des Speziallacks zu verstärkter Geruchsbildung kommen. Dies verliert sich aber bereits nach kurzer Zeit. Öffne daher anfangs die Fenster des Aufstellungsraumes zum Lüften.
  • Während des Einbrennens keine Gegenstände auf den Kaminofen stellen.
  • Der Kaminofen darf während des Einbrennvorgangs nur unter Aufsicht betrieben werden.

Mögliche Ursachen

  • Der Einbrennvorgang der Spezialfarbe hat noch nicht vollständig stattgefunden, dadurch ist die Farbe noch  nicht ausgehärtet.
  • Mechanischer Abrieb in der Anheizphase
  • Falsche Reinigung

Was ist zu tun?

  • Heize deinen Ofen nach kontinuierlichem Aufheizen mind. 4 Std. auf mittlerer Leistungsstufe.
  • Während des Einbrennens des Speziallacks sollten die Farbflächen nicht berührt werden. Insbesondere beim ersten Nachlegen mit Brennstoffen ist darauf zu achten, dass es mit dem Ofenhandschuh zu keinem Abrieb unterhalb des Feuerraumtürgriffs kommt.
  • Verwende nur die in der Anleitung angegebenen Reinigungsmittel/-methoden. Auf keinen Fall mit Wasser abwaschen (Rostgefahr!).
  • Spezialreiniger für Feuerraumsichtscheiben ist auf den Stahlkorpus gelangt.

Mögliche Ursachen

  • Falsche Reinigung
  • Ungeeigneter Aufstellungsort
  • Verwendung von Wasserschalen
  • Fehlerhafte Rohrverbindungen und Schornsteinanlagen
  • Falsche Betriebsweise und Größenwahl des Kaminofens

Was ist zu tun?

  • Nur die in der Anleitung angegebenen Reinigungsmittel /-methoden verwenden.
  • Wasserkontakt vermeiden.
  • Aufstellungsort mit hoher Luftfeuchte und großen Temperaturschwankungen (Kondens) vermeiden.
  • Vermeide einen kontinuierlichen Einsatz von Wasserschalen (insbesondere im Warmhaltefach).
  • Achte auf einen bündigen Abschluss innerhalb des Schornsteinabzugs.
  • Vermeide Regeneintritt in die Schornsteinanlage (Kaminhaube).
  • Vermeide eine starke Drosselung der Feuerung.
  • Überprüfe die Dimensionierung der Feuerstätte mit dem Wärmebedarf des Aufstellraumes. (Faustregel ist, dass du pro kW-Nennwärmeleistung etwa 15-20 m3 Wohnraum beheizen kannst).

Mögliche Ursachen

  • Falsche Dimension der Feuerstätte
  • Brennstoffe
  • Fehlende Verbrennungsluft
  • Dunstabzugshaube, Wäschetrockner
  • Stau oder Rückstau im Schornstein

Was ist zu tun?

  • Überprüfe das Raumheizvermögen mit dem Raumvolumen des zu beheizenden Aufstellungsraums.
  • Überprüfe die Qualität und die Auflagemenge der Brennstoffe.
  • Prüfe die richtige Einstellung der Regler.
  • Öffne alle Drosselungen der Rohrverbindungen zur Schornsteinanlage.
  • Prüfe die Eignung deiner Schornsteinanlage mit den Techn. Daten (Tripelwerten) deines Heizgerätes (ggf. Schornsteinfegermeister beauftragen).
  • Zu hohe Widerstände innerhalb der Zuluftleitungen bei Einsatz von externer Verbrennungsluftversorgung.
  • Befinden sich luftabsaugende Anlagen im Gebäude, müssen besondere Anforderungen beachtet und Druckwächter oder Fensterkontaktschalter installiert werden.
  • Offenstehende Türen, Klappen oder Schieber anderer an den gleichen Schornstein angeschlossener Feuerstätten dicht schließen.

Mögliche Ursachen

  • Falsche Brennstoffe
  • Falsche Dimensionierung der Feuerstätte
  • Unzureichende Anschlussbedingungen
  • Bedienfehler

Was ist zu tun?

  • Überprüfe die Eignung deiner Brennstoffe (Bedien- und Installationsanleitung).
  • Überprüfe die richtige Größenwahl (Raumheizvermögen) deiner Feuerstätte. Bei stark gedrosselten Geräten befindet sich eine „Abgasglocke“ innerhalb des Feuerraums, welche dann beim Öffnen austreten kann.
  • Wenn man während des Betriebes des Gerätes die Türe öffnet, muss der Schornstein plötzlich eine erhöhte Luftmenge fördern, um im gesamten Türöffnungsbereich einen Unterdruck zu erzeugen. Ein Schornstein ist hierzu nur in der Lage, wenn er einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe hat (ggf. Schornsteinbauer und Schornsteinfegermeister zur Prüfung beauftragen).
  • Prüfe, ob eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Verbindungsstück in der richtigen Position (offen) steht.
  • Vermeide größere Veränderungen an den Luftreglern kurz vor dem Nachlagen der Brennstoffe.
  • Öffne die Türe erst einen Spalt weit und warte ein paar Sekunden, dann die Türe ganz langsam so weit wie nötig öffnen, um Brennstoffe nachzulegen.
  • Prüfe den optimalen Zeitpunkt zum Nachlegen der Brennstoffe (nach der Entgasungsphase).
  • Vermeide einen Hauptbetrieb mit Primärluft, um ein Auswirbeln von flugfähiger Asche zu verhindern.
  • Vermeide ein hohes Aschebett auf dem Brennerboden.

Mögliche Ursachen

  • Fehlerhafte Anschlussbedingungen

Was ist zu tun?

  • Überprüfung und Beseitigung von ungeeigneten Anschlussbedingungen veranlassen.
  • Kaminzug überprüfen
  • Hauptbetrieb der Luftregler auf „Sekundärluft“ umstellen
  • Starke Drosselung der Feuerung vermeiden.

Mögliche Ursachen

  • Anschlussbedingungen
  • Kalter Schornstein

Was ist zu tun?

  • Anschlussbedingungen des Heizgerätes überprüfen (ggf. abändern)
  • Verschmutzungen innerhalb der Verbindungsstücke und im Schornstein prüfen (ggf. reinigen)
  • Beim Anheizen drückt oft Rauch zurück, da der Schornstein noch keine Wärme bekommen hat. Ein Schornstein „zieht“ nur, wenn er innen wärmer ist als außen. Insbesondere Schornsteine, die an der Außenwand hoch geführt worden sind, brauchen erst einen kleinen „Aufschwung“.
  • Möglichst viel Anmachholz verwenden, um eine kurzfristige hohe Abgastemperatur zu erzeugen.
  • Bei Geräten mit Sekundärluftversorgung hilft auch ein Anzünden der Brennstoffe von oben. Hierbei werden die größeren Holzstücke nach unten gelegt und „Übergangsholz“ sowie „Anfeuerungsholz“ darauf geschichtet. Der schnelle Abbrand sorgt für den notwendigen Auftrieb innerhalb des Anheizvorgangs.

Mögliche Ursachen

  • Fehlerhafte Anschlussbedingungen
  • Falsche Dimensionierung der Feuerstelle
  • Falsche Brennstoffe
  • Falsche Bedienung
  • Ungeeignete Reinigungsmittel

Was ist zu tun?

  • Prüfe die Eignung deiner Schornsteinanlage mit den Techn. Daten des Gerätes (ggf. Mängel beseitigen).
  • Kaminöfen sollten für den jeweiligen Aufstellungsraum keinesfalls überdimensioniert ausgewählt werden. Berücksichtige bei der Ermittlung des zu beheizenden Raumvolumens nur den Aufstellungsraum der Feuerstätte. Der Gedanke, angrenzende Räume / Flure mitzuheizen, erweist sich oft als Trugschluss. Erst wenn im Aufstellungsraum eine kaum zu ertragende Hitze vorherrscht, fließt die Wärme ab. Die Folge ist, dass überdimensionierte Geräte stark gedrosselt werden und somit nicht optimal ausbrennen und die Sichtscheibe nicht die notwendige Oberflächentemperatur zum Freibrennen erreicht.
  • Überprüfe die verwendeten Brennstoffe auf Eignung (Siehe Bedien- und Installationsanleitung des Kaminofens).
  • Verwende nur trockenes, unbehandeltes Holz (idealerweise Laubholz). Nadelholz sollte nur beigemischt werden (großer Harzanteil). Feuchtes oder minderwertiges Holz verbrennt schlechter mit mehr Rußbildung.
  • Lege Brennholz ganz nach hinten gegen die Rückwand, niemals mit der Stirnseite zur Scheibe (dort tritt das meiste Holzgas aus).
  • Verwende die Primärluft nur während der Anheizphase und reguliere die Verbrennung mit der geöffneten Sekundärluftregelung.
  • Vermeide eine starke Drosselung des Kaminofens. Die Abgase kondensieren an der dadurch entstehenden „kalten Scheibe“ und schwärzen die innere Oberfläche. Abhilfe bringt hier eine hohe Verbrennungstemperatur, den Ruß wird ab einer Temperatur von ca. 500 °C verbrannt.
  • Lasse bei Inbetriebnahme des Kaminofens die Feuertüre kurz angelehnt, um Kondensablagerungen zu vermeiden.
  • Auch bei fehlerfreien Anschlussbedingungen sowie Brennstoffen bilden sich Ablagerungen (Schleier).
  • Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem feuchten Tuch, welches vorher in weiße Asche (schwarze könnte kratzen), getunkt wurde,  mühelos wieder säubern.
  • Besonders hartnäckige oder dicke Teerschichten können mit einem Ceranfeldreiniger (Rasierklinge) manuell entfernt werden.
  • Keine scheuernden Reinigungsmittel und Schwämme (Topfschwamm) verwenden.

Mögliche Ursachen

  • Aufstellungs-Anschlussbedingungen
  • Falsche Bedienung

Was ist zu tun?

  • Achte auf einen geraden Stand des Gerätes (ggf. ausrichten).
  • Achte auf einen spannungsfreien Anschluss der Rauchabzugsrohre und deren Übergänge in die Schornsteinanlage.
  • Prüfe die Eignung der Schornsteinanlage (Zugüberdimensionen vermeiden).
  • Kamine bestehen aus Stahl, der sich bei Hitze etwas ausdehnt. Geräusche sind also gar nicht zu vermeiden. Während der Aufheiz- und Abkühlphase sind diese „normal“. Befülle deine Heizquelle möglichst in kürzeren Abständen, um große Temperaturdifferenzen zu vermeiden.
  • Vermeide eine Überbelastung des Kaminofens und lege nur die max. Brennstoffmenge auf (s. Bedien- und Installationsanleitung).
  • Vermeide ein zu schnelles Aufheizen (ggf. Drosselung vermeiden).

Mögliche Ursachen

  • Falsche Anschlussbedingungen
  • Falsche Bedienung / Reinigung

Was ist zu tun?

  • Zu hoher Kaminzug (ggf. abändern).
  • Vorrangig die Sekundärluftregelung benutzen.
  • Falsche Brennstoffe (s. Bedien- und Installationsanleitung).
  • Ausglühen des Rosts (Überhitzung).
  • Reinigungsintervall des Aschekastens vornehmen (mind. 1 x täglich).

Mögliche Ursachen

  • Falsche Anschlussbedingungen
  • Falsche Bedienung

Was ist zu tun?

  • Zu hoher Kaminzug (ggf. abändern).
  • In der Feuerraumauskleidung von Öfen und Kaminen bilden sich häufig dünne Risse. Das ist normal, wenn man bedenkt, dass an den Platten Temperaturen von über 600 °C entstehen können. Die Haltbarkeit hängt von dem Heizverhalten des Benutzers ab. Vermeide ein Anschlagen beim Befüllen der Brennstoffe. Die Befestigung erfolgt durch systematisches Aufstellen im Brennraum (Baukastenprinzip). Bei Bedarf können einzelne Platten sowie komplette Sätze geliefert werden.

Mögliche Ursachen

  • Fehlerhafte Anschlussbedingungen
  • Fehlerhafte Bedienung / Brennstoffe

Was ist zu tun?

  • Zu starker Kaminzug (ggf. abändern).
  • Verwendung von geeigneten Brennstoffen (s. Bedien- und Installationsanleitung).
  • Überlastung des Gerätes vermeiden.
  • Alle Türen dicht schließen.
  • Falsches / zu schnelles Anheizen vermeiden.

Der Schornstein ist der „Motor“ für den Betrieb eines Kaminofens. Er trägt wesentlich dazu bei, ein effizientes und schönes Heizvergnügen zu erzeugen.

In unmittelbarer Nähe des gewünschten Aufstellortes sollte ein geeigneter Schornstein vorhanden sein. 

Ideal ist eine wirksame Schornsteinhöhe von mind. 5 m bei einem Zugdurchmesser von 16 bis 18 cm. 

Weicht ein vorhandener Schornstein von diesen Idealmaßen ab, gibt dir der Schornsteinfegermeister Tipps zu einer machbaren Realisierung.

Ist der Schornstein schon mit einer anderen Feuerstätte belegt, ist oft auch eine Mehrfachbelegung möglich. Die angeschlossenen Öfen müssen nach Bauart 1 geprüft und zugelassen sein. Auch hier wird dir der Schornsteinfeger bei einer Begutachtung vor Ort die Anschlussmöglichkeiten erläutern.

Das Verbindungsstück zum Schornstein sollte idealerweise nicht länger als 1,50 m sein.

Längere Rauchrohrführungen erzeugen zu hohen Widerstand, und kühlen die Abgase zu stark ab. 

Wichtig: die Abgase müssen in jeder Leistungsstufe bis zur Schornsteinmündung gasförmig bleiben! Vorherige Kondensierung führt zu Schäden am Schornstein und der notwendige Förderdruck kann sich nicht aufbauen.

Wir empfehlen dir die vorherige Abstimmung mit dem Schornsteinfegermeister!

Auswahl der Nennwärmeleistung:  Mit 1 Kilowatt heizt du ein durchschnittlich gedämmtes Zimmer normaler Höhe von 10 qm Fläche. 

Wenn die Nennwärmeleistung zu hoch gewählt wird, muss der Kaminofen ständig im gedrosselten Leistungsbereich betrieben werden. Das führt zu unvollständiger Verbrennung mit der Folge von verrußtem Brennraum, verschmutzter Scheibe und zu hohen Emissionen für die Umwelt.

Wenn die Nennwärmeleistung zu klein gewählt wird, wird es bei sehr kalten Außentemperaturen nicht warm genug.

  • Design, Verkleidung, Sichtscheibenform – möglichst passend zum Wohnungsambiente.
  • Auf Verarbeitung, Material, Stabilität, Türkonstruktion - ggf. Mehrfachverriegelung achten.
  • Feuerungstechnik (Primärluft, Sekundärluft, Tertiärluft, Material der Feuerraumauskleidung, Flachrost)?
  • Geprüft nach EN 13240, aktuelle nationale und europäische Anforderungen mit den Brennstoffen Holz, Holzbriketts, Braunkohlebriketts?
  • Erfüllt der Kaminofen die Anforderungen der Qualitätsnorm DINplus sowie der 1. BImSchV (ab 2010) – Stufe 1? (Stufe 2 gilt erst für Feuerstätten, die später, nach 2015 gefertigt bzw. installiert werden!)
  • Anschlussmöglichkeit einer externen Verbrennungsluftversorgung bei vorhandener, kontrollierter Wohnraumlüftung sollte vorhanden sein.
  • Kundenservice vor Ort oder in der Nähe.
  • Ersatzteilbeschaffung unkompliziert möglich.

Qualität

  • Trockenes, unbehandeltes Scheitholz, bevorzugt Buche, Birke.
  • Scheitholzlänge 25 oder 33 cm, je nach Größe des Ofens bzw. des Feuerraums.

Beschaffung

  • In ländlicher Gegend von Waldbesitzern oder Förstern.
  • Aber auch von Brennstoffhändlern oder in Baumärkten.
  • Hier sind auch Holzbriketts und Braunkohlebriketts erhältlich

Lagerung

  • Vor Regen geschützten, aber gut durchlüfteten Lagerort vorsehen.

Heizwertvergleich

  • 1 Festmeter Holz entspricht etwa 210 l Heizöl

Holz verbrennt zu 80% als Gas, demnach ist Holz eigentlich ein „gas-förmiger“ Brennstoff. Die Holzverbrennung ist ein radikaler Vorgang, der eigentlich nur schwer zu steuern ist.

Bei der Verbrennungsluft unterscheidet man PRIMÄR- und SEKUNDÄRLUFT.

PRIMÄRLUFT wird unmittelbar dem Verbrennungsort von unten her durch den Rost zugeführt. Aber 80 % des Holzes verbrennen oberhalb der Holzscheite. Die dort zugeführte Luft ist die SEKUNDÄRLUFT. Erst wenn im Feuerraum eine Temperatur über 450°C erreicht ist, reagiert die Sekundärluft mit den Holzgasen. Wird Sekundärluft noch an anderen Stellen zugeführt, spricht man von TERTIÄRLUFT.

Holz verbrennt in 3 Phasen: TROCKNUNGSPHASE - ENTGASUNGSPHASE - OXIDATIONSPHASE.

Sie wird hauptsächlich in der Anheizphase und für den Brennstoff Braunkohlebriketts benötigt. Bei der Verbrennung von Holz wird nach der Anheizphase die Primärluft geschlossen.

Bei schwachem Förderdruck kann die Primärluft aber in Ausnahmefällen leicht geöffnet werden.

Sie stellt den Hauptanteil der Verbrennungsluft und wird meist oberhalb der Sichtscheibe als Schleier über die gesamte Glasscheibe geführt. Sie reagiert über einer Temperatur von ca. 450°C mit den Holzgasen und bestimmt je nach konstruktiver Auslegung die Qualität der Verbrennung und somit auch die Quantität der Emissionen.

Ein zusätzlicher Effekt ist der durch den Luftschleier erzeugte Schutz vor Kondensation u. Rußablagerungen an der Scheibe (Scheibenspülung).

Die Tertiärluft ist auch eine Art Sekundärluft, die im Flammenbereich des Brennraums den Brenngasen des Holzes zugeführt wird. Diese Luft wird meist bei großen Brennräumen eingesetzt. Die Injektion dieser Luft erfolgt geschickterweise dort, wo eine zusätzliche Vermischung der Brenngase stattfinden soll.

Diese Konstruktion ist wichtig für eine gute Holzfeuerung. Das Holz liegt flach im Glutbett, eine gute Zündung ist gewährleistet. Die notwendige Temperatur zum Entweichen der zündfähigen Holzgase wird schnell erreicht.

Diese Konstruktion ist auch für Holzbriketts und Braunkohlebriketts sehr gut geeignet.

Diese Konstruktion wird hauptsächlich bei sogenannten Dauerbrandöfen für die Kohlebrennstoffe Steinkohlebriketts, Anthrazit, Koks etc. angewendet. Das Heizen mit Holz ist damit nur eingeschränkt möglich. Füllfeuerungen sind heute nur noch selten gebräuchlich.

Vermiculite ist eine hochhitzebeständige Feuerraumauskleidung aus natürlichem Mineral bestehend aus Aluminium-Eisen-Magnesiumsilikat. Im Zusammenhang mit der hohen Feuerbeständigkeit ist dies der ideale Ausgangsstoff für die Feuerraumauskleidung. Die hohe Isolationswirkung und die dadurch erreichte sehr gute Verbrennung hängen eng mit dem Grad der Pressung zusammen, wobei die Festigkeit der Thermoplatten umgekehrt proportional zur Isolationswirkung ist. Durch die hohe Feuerraumtemperatur wird so auch das Verrußen der Feuerraumscheibe minimiert.

  • Die Feuertür ist das meist bewegte und beanspruchte Teil eines Kaminofens.
  • Eine stabile Konstruktion in Verbindung mit einer Mehrfachverriegelung, qualitativ gute und fest eingelegte Dichtungen an Scheibe und Tür sind weitere Prädikate einer vorbildlichen Kaminofentür.
  • Die Tür muss gleichmäßig am Ofenkorpus anliegen und das Eindringen von Falschluft beim Heizen verhindern.

Der Kaminofen hat eine selbstschließende Feuerraumtür, die einen Betrieb mit offener Feuertür nicht zulässt. Dadurch können mehrere Feuerstätten am gleichen Schornstein angeschlossen werden, sofern dessen Voraussetzungen dafür geeignet sind.

Wird wegen der hohen Wärmespeicherfähigkeit sehr gerne für die Verkleidung von Kaminöfen genutzt. Vor ca. 3 Millionen Jahren entstanden – Talk und Magnesit haben sich unter hohem Druck mit anderen Mineralien verbunden. Die wichtigsten Abbaugebiete befinden sich in Skandinavien Russland und Brasilien.

Auch Granite werden in den verschiedensten Farben und Maserungen zum Verkleiden von Kaminöfen gerne verwendet. Granite kommen aus den verschiedensten Gegenden der Erde. Grosse Abbaugebiete sind in China, Indien und Afrika. Die Wärmespeicherfähigkeit liegt nur unwesentlich unter der von Speckstein.

Als Naturstein wird in der Ofenbranche meist die Steinart Serpentin bezeichnet. Der Stein zeichnet sich durch seine individuelle Oberflächenstruktur und Färbung aus. Er eignet sich ebenfalls als hervorragender Wärmespeicher.

Gasheizautomaten

Was ist zu tun?

  • Die AÜW (Abgasüberwachungseinrichtung) schaltet "pflichtgemäß" ab. Wenn das öfter geschieht, muss der Fachmann die Aufstellung des Gerätes überprüfen
  • Abschalten bei gleichzeitigem Betrieb einer Dunstabzugshaube: Die Dunstabzugshaube erzeugt einen Unterdruck in der Wohnung. Die AÜW schaltet ab. Betrieb der Dunstabzugshaube nur  bei gekipptem Fenster. Ggf. ist hier ein mit der Abzugshaube verbundener Fensterkontaktschalter vorzusehen.
  • Nach Renovierung: Dichtheit von Fenstern zu hoch. Mangel an Verbrennungsluft. AÜW schaltet ab.
  • Einbausituation überprüfen. Stark überstehende Fensterbänke oder der Einbau in enge Nischen können einen Wärmestau verursachen und die AÜW zur Abschaltung veranlassen.
  • Überprüfung der Abgasanlage durch den zuständigen Bezirksschornsteinfeger, ob alle Heizgase abgeführt werden (Abgasmassenstrom, Förderdruck).
  • Schornsteinanlage gegen äußere Einflüsse sichern (Fallwinde usw.)

Der Gasheizautomat arbeitet in Intervallen. In der "Nicht-Heizphase" wird durch den "Kaminzug" warme Luft aus dem Aufstellungsraum entnommen und an die Umgebung abgegeben. Die Sparabgasklappe verschließt den Rohranschluss zum Schornstein und verhindert ein Auskühlen des Raumes. Dabei können - je nach Förderdruck des Schornsteins - etwa 50 bis 100 € an Heizkosten jährlich eingespart werden. Bei gemischt genutzten (z. B. zusätzlicher Anschluss eines Festbrennstoffofens) oder mehrfach belegten Schornsteinen ist der Einbau einer Sparabgasklappe sinnvoll. Vorgeschrieben ist er bei einer bestehenden „luftabsaugenden Einrichtung“, also Dunstabzugshaube o. ä.

Folgende Geräte können mit Sparabgasklappen ausgestattet werden:

  • 8941 Palma
  • 8920-23 Bozen
  • 8808-35 Bari
  • 60-.. Gaskaminöfen

Grundsätzlich ist eine Abgasführung über Dach vorzuziehen. Ist die Ableitung der Abgase über „Traufhöhe“ jedoch nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich, so dürfen gemäß TRGI auch Außenwandgeräte mit Mündung an der Fassade angeschlossen werden. Weitergehende Vorschriften, wie z. B. der Abstand zu brennbaren Bauteilen oder die baurechtlichen Vorschriften der Länder sind selbstverständlich zu berücksichtigen.

Was ist zu tun?

  • Nach Umstellung des Gerätes von Erdgas auf Flüssiggas. Düsendruck muss neu eingestellt werden.

Diese Einstellung darf nur vom Fachmann vorgenommen werden!!!

Diese Information findest du in der Bedienungsanleitung. Oben 250mm, vorne 500 mm, rechts und links je 200mm

Hierzu gibt es keine offizielle Vorschrift. Wir empfehlen bei „sehr empfindlichen Böden“ den Einsatz einer Bodenplatte, die bis 300mm vor dem Gerät.

siehe Katalog auf Seite 32, oben

Unsere Geräte sind NOX reduziert (Zertifikat in der Bedienungsanleitung) und dürfen unter Fenstern montiert werden.

Nein, dies ist baulich leider nicht möglich.

Es gibt Außenwanddämmplatten aus Glas- oder Steinwolle, diese sind im Bereich des Abgasstutzens zu verwenden.

Volllastverbrauch: Katalog auf Seite 32, oben

Wasserführende Kaminöfen

  • Heizungsvorlauf DN20 (22 Cu).
  • Heizungsrücklauf DN 20 (22 Cu).
  • Trinkwasseranschluss Thermische Ablaufsicherung DN16 (18 Cu).
  • Abwasseranschluss Rücklauf Thermische Ablaufsicherung DN 16 (18 Cu).
  • Abwasseranschluss Abblaseleitung Sicherheitsventil DN20 (22 Cu).

Wird zu viel geheizt, ohne dass eine entsprechende Wärmeabnahme stattfinden, so schaltet die thermische Ablaufsicherung kurz vor dem Siedepunkt des Kesselwassers eine Notkühlung ein. Hierbei wird Wasser aus der Trinkwasserleitung durch eine im Kessel des Ofens integrierte Kühlschlange geführt. Das dabei erwärmte Trinkwasser wird ins Abwasser abgeführt. Die thermische Ablaufsicherung ist für Feststoffheizgeräte vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Wasserführende Kaminöfen von ORANIER besitzen einen Abgaswärmetauscher und nutzen dabei die Restwärme der Rauchgase. Dies ist besonders effizient, zumal die eigentliche Verbrennung nicht durch eine Wassertasche ausgekühlt wird und daher chemisch besonders vollständig ablaufen kann. Durch den Abgaswärmetauscher wird ein geringfügig höherer „Kaminzug“ als bei konventionellen Kaminöfen benötigt. Im Zweifelsfall kann dir dein Schornsteinfegermeister die entsprechende Eignung bestätigen.

  • 2-adrige Niederspannungsleitung zum Anschluss des ofenseitigen Temperaturfühlers.
  • Wird die Regelung in Ofennähe installiert, so sind Netzzuleitung und die benötigten Anschlussleitungen zu verlegen.
  • Wird keine Regelung in Ofennähe installiert, so empfiehlt sich ein elektronisches Thermometer (erhältlich im Elektronik Versand) in Ofennähe, welches den Ladezustand des Puffers anzeigt, um entsprechend mehr oder weniger Holz nachzulegen. Hierzu ist in der Regel eine weitere 2-adrige Niederspannungsleitung erforderlich.

Im einfachsten Fall wird eine Temperaturdifferenzregelung benötigt, die dafür sorgt, dass die Pufferladepumpe in Betrieb gesetzt wird, sobald die Temperatur im Kessel des Ofens höher als die im Pufferspeicher ist.

Bei einer direkten Einspeisung in den Heizkörperkreislauf kann es zu sehr hohen Temperaturen an den Heizkörpern kommen. Thermostatventile der Heizkörper müssen ausgebaut werden, um in jedem Betriebszustand eine sichere Energieabnahme zu gewährleisten. Dies ist nach EnEV nicht zulässig. Nutzungsgradverluste bei konventionellem Betrieb sind neben dem mangelnden Heizkomfort zu erwarten.

Anlagen mit wasserführendem Kaminofen sind daher grundsätzlich mit einem Pufferspeicher auszuführen.

Für den Pufferspeicher rechnet man pro Kilowatt wasserseitiger Leistung etwa 100 bis 120 Liter Speicherinhalt.

Um die kesselseitig vorhandene Regelung weiter zu benutzen, empfiehlt es sich den Pufferspeicher im Rücklauf der Heizkreise mit Hilfe eines Drei-Wege Umschaltventils einzubinden. Ist die Temperatur im Pufferspeicher höher als die Rücklauftemperatur aus den Heizkreisen, so schaltet das Drei-Wegeventil und warmes Pufferwasser wird der Heizung zugeführt.

Die Kombination mit einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung ist ideal, da diese bereits einen entsprechenden Pufferspeicher besitzt. Das Speichervolumen kann in der sonnenarmen Winterzeit vom wasserführenden Kaminofen genutzt werden.

Wasserführende Kaminöfen eignen sich besonders gut zur Kombination mit Wärmepumpen, da bei Befeuerung im Winter genau dann zusätzliche Wärme bereitgestellt wird, wenn die Wärmepumpe den schlechtesten Wirkungsgrad besitzt. Von der Wärmepumpe benötigte Pufferspeichervolumina können für den wasserführenden Kaminofen mit genutzt werden.

Gaskaminöfen

Ja. Weitere Informationen hierzu findest du in der Bedienungsanleitung.

Ja, ein Außenwandanschluß ist leider nicht möglich.

2,5 kg pro Stunde.

Pelletöfen

Dies ist Ermessenssache des Schornsteinfegers. Hier greifen verschiedene Vorschriften, nicht eindeutig geregelt. Wir empfehlen daher eine individuelle Rücksprache mit dem Schornsteinfeger.

Dies ist garantiert zulässig, nur wenn Brenner elektrisch verriegelt, so dass nur 1 Ofen im Betrieb ist, z.B. über separates Thermostat am „potentialfreien Eingang“ des Pelletofens.

Ohne Verriegelung:

Dies ist Ermessenssache des Schornsteinfegers. Hier greifen verschiedene Vorschriften, nicht eindeutig geregelt. Wir empfehlen daher eine individuelle Rücksprache mit dem Schornsteinfeger.

Ja der Pelletofen verfügt über mehrere Schaltzeiten die In Wochenblöcken, aber auch Tageweise programmiert werden können.